Um die Zukunft der Stadt und die damit verbundenen Herausforderungen ging es am 28. September bei der Veranstaltung im Rotonda Business Club Köln, die von Web de Cologne, der Architektenkammer NRW und CREATIVE.NRW organisiert wurde. „In dem technischen Begriff der Smart City steckt ambivalent die Möglichkeit, die Stadt neu zu denken“, so brachte der Zukunftsforscher Klaus Burmeister das Thema des Abends auf den Punkt.

Seit drei Jahrzehnten beschäftigt sich Klaus Burmeister mit den Trends und Herausforderungen für die zukünftige Entwicklung urbaner Räume. Mit seinem Vortrag zur Zukunft der Stadt gab er einen Einblick in den Status Quo verschiedener Stadtkonzepte und beschrieb die wichtigsten Handlungsfelder, in denen sich die Stadt als System bewegt: Digitalisierung, Mobilität, urbane Wertschöpfung, Stadtpolitik und die Vielfalt städtischer Lebensstile sind nur einige Beispiele.

 

Welche Rolle die Kreativen in der Stadt von morgen spielen können und sollen, stellte Ela Kagel in ihrem Vortrag „Future Divercities“ anhand von vielfältigen Projekten und Interventionen vor. Die Gründerin des SUPERMARKT Berlin, einer Plattform für digitale Kultur, kollaborative Ökonomie und neue Arbeitsformen, fragte, seit wann Städte eigentlich smart sind und ob eine Stadt, die nicht smart ist, automatisch dumm ist. Die Voraussetzungen für eine Smart City sind ihrer Meinung nach, die Vielfalt zu bewahren und einen gemeinsamen Raum zum Denken und Leben zu schaffen.

Unter der Moderation von Klaus Burmeister diskutierten Ela Kagel, Andreas Gerhardt (Projektentwickler/Geschäftsführer, Kairos Real Estate Development Services GmbH), Prof. Rolf-Egon Westerheide (Architekt/Lehrstuhl und Institut für Städtebau und Landesplanung, RWTH Aachen) und Reiner Gottschlich (Stadt Köln, Koordinationsstelle Klimaschutz, Smart City Cologne) über den Mehrwert einer Smart City, ihren Umgang mit den neuen digitalen Möglichkeiten und die Notwendigkeit eines integrierenden Miteinanders bei der Gestaltung von Prozessen. Eine große und wichtige Herausforderung im Umbruch der Stadt sei es, Wissenschaft, Kunst, Politik, Wirtschaft und die Bürger zusammenzubringen, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, die Städte für alle lebenswerter machen. „Es braucht Mut, die Themen jetzt anzusprechen. Erst dann können wir neue Lösungen finden. Wir müssen die Probleme mit offenen Augen angehen“, mit diesen Worten ruft Andreas Gerhardt zum Handeln auf.

Fotos: Jan Asbeck

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